Home
News
Wissenswertes
BildergalerieTattoo
Piercingbereich
Gästebuch
Impressum
Best Of Tattoo 2006


Die Dauer des Heilungsprozesses ist je nach Art des Piercings unterschiedlich. Das Ziel der Heilung bei einem Piercing ist, dass der Körper eine Hautröhre im Stichkanal bildet und damit die Wunde verschliesst. Als erstes ziehen sich Blutgefässe und das Gewebe in und an der Wunde zusammen sodass evtl aufgetretende Blutungen zum Stillstand kommen. Danach, in der Reinigungsphase, wird die Durchblutung in der Umgebung des Piercings gesteigert. Man merkt es an einer leichten Rötung, Schwellung und/oder Erwärmung welche sich nach spätestens einer Woche ergeben. Es kann zum Austritt von Wundflüssigkeit kommen die die Aufgabe hat Blutgerinnsel, Gewebstrümmer und auch evtl eindringede Bakterien auszuschwemmen. Als nächstes beginnt die Granulationsphase. Es bilden sich neue Kapillaren (feine Blutgefässe) woraus nachher das Bindegewebe entsteht. Nach und nach bildet sich neue Haut. In dieser Phase ist die gepiercte Stelle sehr empfindlich und es kann immer wieder Wundwasser austreten welches an der Hautoberfläche Krusten bildet. Als letzte Phase folgt dann die Festigungsphase, genannt Epithelisierungsphase. Die Bindegewebszellen produzieren Kollagen und Narbengewebe. Die vollständige Ausheilung eines Piercings wird mehrere Monate dauern. Knorpel hat keine eigenen Blutgefässe sondern wird mit Sauerstoff und Nährstoffen duch die darübergelegene Haut versorgt. Dadurch dauert die Wundheilung länger. Aufgrund der guten Durchblutung und dem einfacheren Aufbau von Schleimhäuten im Gegensatz zur normalen Haut heilen Schleimhäute besonders schnell.


Als allererstes wasche deine Hände und desinfiziere sie ggfs. Die Wundflüssigkeit  bildet an der Oberfläche eine Kruste die nicht abgerissen werden sollte. Entferne diese indem du sie vorsichtig ein- bis zweimal tägl. einweichst, z. B. mit warmen Wasser oder Kochsalzlösung (0,9% NaCl). Achte darauf dass das Gewebe im Stichkanal nicht unnötig irritiert wird. Dazu auch gehört dass man zur evtl. Unterstützung der Wundheilung schonende Mittel verwendet. Gut geeignet sind u. a. Kochsalzlösung, Kamillenbäder (Achtung bei Allergie gegen Korbblütler) oder Octenisept. Dass man Milchprodukte meiden sollte ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Sollte es doch einmal zu einer leichten Entzündung kommen haben sich Teebaumöl, Tyrosur (apothekenpflichtig) und bei Zungenpiercings Listerine (mind. 1:2 verdünnen und max. 2-3mal am Tag) bewährt. Sollte die Entzündung länger wie ein bis zwei Tage andauern oder sich ein Abszess bilden gehe zum Arzt!
Sofort zum Arzt solltest du bei folgenden Anzeichen:
Ø      Fieber, Schüttelfrost
Ø      Gelenkschmerzen
Ø      Abgeschlagenheit, Schwindel
Ø      eine sich schnell ausbreitende Rötung
Ø      Veränderung der Hautstruktur (Dellen- und Knubbelbildung)
Halte das Piercings trocken. So wird z. T. auch verhindert dass sie überschüssiges Granulationsgewebe bildet. Wenn eine Pore durch ein Piercing blockiert wird, kommt es gelegentlich vor, daß sie sich infiziert und sich eine blut- und eitergefüllte Blase am Austrittsloch bildet. Heiße Kompressen können helfen, damit sie sich öffnet. Belasse den Schmuck solange das Piercing, noch nicht verheilt ist, im Stichkanal. Achte darauf dass keine Kleidung o. ä. an deinem Piercing reibt oder auf dieses drückt.  Verzichte auf den Besuch von Schwimmbädern, Solarien und Sauna vor kompletter Abheilung. Bei Piercings im Intimbereich solltest du auf Verkehr (auch oral) verzichten. Ein frisches Zungenpiercing ist ein guter Zeitpunkt mit dem Rauchen aufzuhören, denn rauchen solltest du mind. die erste Woche nicht. Lutsche lieber Eiswürfel (kühlt und hilft gegen Schwellungen).  
Sollten Fragen entstehen zögere nicht zu uns ins Studio zu kommen. Wir helfen dir gerne weiter!